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Presse Christ in der Gegenwart vom 21.10.2001 | Ein Haus, nicht die Straße Münchner Merkur vom 14.4.2003 | Obdachlose träumen von einem neuen Zuhause Süddeutsche Zeitung, Landkreis Süd vom 7.4.2003 | Bausteine für ein Obdachl Charismen vom Februar 2010 | Leben mit Obdachlosen Süddeutsche Zeitung, Landkreis Süd, 7.4.2003 Bausteine für ein Obdachl Ungewöhnliche Spendenaktion angelaufen - von Sylvia Dotzer Unterhaching. "Wenn man einem Obdachlosen Geborgenheit und ein Heim gibt, dann wird das ein ganz anderer Mensch", schwärmt Walter Lorenz. Insgesamt drei Häuser oder besser gesagt "Herbergen" hat er mit seiner Organisation "Schwestern und Brüder vom hl. Benedikt Labre" schon gegründet, um obdachlosen Menschen ein Zuhause zu geben. Nun will er in München ein neues Haus bauen (oder kaufen Anm. des Vereins), mit insgesamt 30 Zimmern, in denen auch kranke und sterbende Obdachlose gepflegt werden sollen.Das Haus in der Pommernstraße 30 ist viel zu klein geworden. "Derzeit leben 22 ehemalige Obdachlose zusammen mit uns Schwestern und Brüdern in dem Haus", erzählt Walter Lorenz. Daß das Zusammenleben auf so engem Raum auch Aggressionen entstehen lässt, versteht sich von selbst. "Wir sind planmäßig schon längst an unsere Grenzen gestoßen", meint Lorenz. Kein Wunder, dass es mittlerweile schwierig ist, kranke oder sterbende Obdachlose aufzunehmen. "Auch für Rollstuhlfahrer ist unser Haus nicht geeignet, denn da bräuchten wir ebenerdige Räume", erklärt er. Das alles soll beim neuen Haus berücksichtigt werden. Zwei Millionen Euro wird der Neubau kosten. Staat, Stadt und Kirche haben eine Unterstützung abgelehnt. Deshalb haben sich Walter Lorenz und die Schwestern etwas einfallen lassen: Gemeinsam mit Prominenten, der Gemeinde Unterhaching und viel eigenem Engagement will er das Geld durch Spenden selber auftreiben. "Und mit Gottes Hilfe werden wir das auch schaffen", meint er zuversichtlich am Spendenstand im Unterhachinger Rathaus. Bürgermeister Erwin Knapek unterstützt die Aktion. Er hat mit dem Obdachlosen-Haus in der Isartalstraße gute Erfahrungen gemacht: "Anfangs gab's Probleme, vor allem wegen der vielen Vorurteile gegen Obdachlose. Mittlerweile sind die Bewohner des Hauses aber voll akzeptiert und gehören einfach dazu." Gegen einen Betrag von zwei Euro erhält jeder Spender ein "Bausteinchen" als Dankeschön. Die winzigen Ziegelsteinchen stehen symbolisch für das neue Haus und werden von Obdachlosen in einer Münchner Werkstatt hergestellt. Umschlungen ist das Steinchen mit einem blauen Band, auf dem die Möwe Jonathan abgebildet ist. Bekannt aus dem gleichnamigen Roman, steht sie stellvertretend für alle, die aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind, weil sie anders sind und nicht mit der Masse "fliegen". Spenden kann man auch unter www.benedikt-labre.de/bausteinaktion. |